Das Projekt MehrSelbst wurde vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFTR) gefördert und hatte eine Laufzeit von drei Jahren: von Oktober 2022 bis Februar 2026. Es wurde an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg in Kooperation mit den Franckeschen Stiftungen Halle durchgeführt.
Im Projekt MehrSelbst wurde erforscht, wie mehrsprachige Kinder und Jugendliche ihre eigenen pragmatisch-kommunikativen Kompetenzen in der Interaktion mit anderen Menschen beschreiben und bewerten.
Dafür wurden Beschreibungen und Bewertungen von Kommunikation in der Umgebungssprache und Zielsprache Deutsch (DaZ/DaF) sowie der Herkunftssprache erhoben. Das Ziel war dabei, pragmatisch-kommunikative Ressourcen der Kinder und Jugendlichen zu ergründen, bei denen die Entwicklung von Förderbausteinen in der Sprachlichen Bildung ansetzen kann.
Handreichungen für pädagogische Fachkräfte
Neben wissenschaftlichen Publikationen wurden im Projekt praxisorientierte Handreichungen für Lehrkräfte entwickelt. Sie greifen zwei zentrale Themen auf: Mehrsprachigkeit als Ressource sowie Mehrsprachigkeit als mögliche Barriere. Die Handreichungen bieten konkrete Unterrichts- und Projektideen und zeigen zentrale Implikationen für die pädagogische Arbeit mit mehrsprachigen Kindern und Jugendlichen auf.
Alle Materialien stehen zur freien Nutzung zur Verfügung.
Projektziele
- Erfassung der pragmatisch-kommunikativen Selbstbeschreibungen und -bewertungen an drei Übergängen (Kita/Grundschule; Grundschule/Sekundarstufe 1; Sekundarstufe 1/Berufsbildung)
- Sichtbarmachen der pragmatisch-kommunikativen Ressourcen mehrsprachiger Kinder und Jugendlicher
- Entwicklung und Evaluation von Förderbausteinen für Sprachliche Bildung im formalen, non-formalen und informellen Bereich
Das Projekt MehrSelbst will die Perspektive der Kinder und Jugendlichen hervorheben und in der Kommunikationsförderung berücksichtigen, so wie es gemäß kinderrechtlicher Grundlagen verankert ist.
Dieses Projekt wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung unter dem Förderkennzeichen 01JM2203 gefördert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung liegt beim Autor.
